leben geschieht
2019 dachte niemand nicht mal im Traum an eine Pandemie oder einen Lockdown. Rückzug war für mich kein Thema. Ich stürzte mich ins Leben, wie schon all die Jahre davor: Eigene Marketingagentur, erfolgreiche Projekte und als Eventmanagerin überall mitten im Geschehen. Doch wie merkt man, dass man lebt? Klar, man trifft Familie und Freunde, reist, fröhnt seinen Hobbies, vergnügt sich, lacht. Trotzdem fühlte ich mich wie in Watte. Der Sättigungsfilter meines Lebens war auf farblos gestellt. Trotz Sonnenbräune waren ich und meine ganze Umwelt blass. Ich hatte vergessen, wie sich Freude anfühlt, wusste nicht mehr, was Glück war. Ich hatte vergessen, wer ich wirklich bin.
Dann krachte es. Frontal mit 80 km/h. Meine Schutzengel und mein Auto retteten mein Leben. Der Unfall war ein Zeichen, dass ich von meinem Weg abgekommen war. Zwar bewegte ich mich stets auf der Überholspur der Erfolgsstrasse. Aber meine Seele war auf der Strecke geblieben. Was will ich vom Leben? Wie kann ich mich dem Leben verschenken? Der Lockdown war ein weiteres Signal und zwang mich zum Innehalten. Ausbildungen in phänomenologischer Psychologie, zur Gesundheitsberaterin und Astrologin mit dem Abschluss als betriebliche Mentorin mit eidgenössischem Fachausweis brachten mich wieder in den Flow.
Heute lasse ich mich wieder von der Freude führen und nutze die Intuition als Navigation – als Coach, betriebliche Mentorin und Kommunikationsverantwortliche einer Immobiliengesellschaft. Ganz nach dem Moto: Herz über Kopf.
