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Das bin ich.

Kathrin, Kate, Katharina, Kathinkarina, Kättle, Munneli

Das bin ich.

Ich brauchte ein halbes Jahrhundert, um mir selber zu begegnen. Seit rund 25 Jahren als Unternehmerin im Event- und Marketingbereich tätig, hatte ich bis zu sieben Mitarbeitende in meiner Agentur angestellt. Es lief gut. Wir waren erfolgreich. Mitten drin. Doch mit 50 realisierte ich, dass mir meine Arbeit keinen Spass mehr machte. Ich musste in erster Linie akquirieren, damit meine Leute genügend Arbeit hatten. Und viel zu oft musste ich Probleme meiner Mitarbeiter lösen. Doch der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf… Irgendwie war die Luft draussen. Ich begann sukzessive abzubauen: Projekte und Mitarbeiter. Bis ich alleine in meiner Agentur sass. Die Freude kam trotzdem nicht zurück. Auch nicht in der Zusammenarbeit mit Freelancern. Ich war ausgebrannt, schon so manchen Erfolg konnte ich in meiner Karriere verzeichnen. Ich hatte die Welt der Gross-Events und grossmauligen Organisatoren und Marketeer satt. Aber ich wusste nicht, wonach ich suchte.

Bis mich das Ende einer Beziehung zwang, richtig hinzuschauen. Sie dauerte nur gerade ein Jahr und er hatte es geschafft, sich in dieser kurzen Zeit in meiner Welt einzunisten: Zu Hause und im Geschäft. Und er kontrollierte mich, blockierte Kontakte auf meinem Handy und Computer. Ein Jahr lang hatte es funktioniert. Dann brachte ein Tropfen das Fass zum überlaufen und zwang mich hinzuschauen: Es fiel mir wie Schuppen von den Augen: Nicht die andern waren das Problem. Nicht der Partner und nicht die Mitarbeiter. ICH war das Problem. So wie ich mich während Jahren behandelte, mich ausbeutete und mich selber piesackte, so machten es auch die andern mit mir. Was man selber ausstrahlt, zieht man immer auch an. Wie innen, so aussen.

Seither bin ich daran, mich selber zu entdecken, mir selbst der beste Partner zu sein und zu erforschen, wohin mich mein Weg führt. Ich liebe das Spiel mit den Worten. Schon als Jugendliche verschlang  ich Bücher, tauchte ein in die Geschichten, litt und freute mich mit. Noch faszinierern mich Texte, die verblüffen, weil sie knackig oder süffisant sind. Es wurde zu meiner Leidenschaft. Schreiben mit Biss oder Schalk, originell aber fundiert. Dass ich meine eigenen Gedanken aufschreibe, ist nur eine logische Folge.

Und da ist noch dieser verrückte Traum, mein Leben in ein Buch zu packen. Sprüche habe ich schon oft darüber gemacht, denn an Stoff mangelt es mir nicht. So viel Unglaubliches habe ich in all den Jahren erlebt. Eine Geschichte, die fesselt und in gewisser Art auch Ratgeber ist. Eine solche Geschichte möchte ich auf meinem Weg als Coach und Beraterin schreiben.