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Dankbarkeit

2. Juli 2020

Nehmen wir wahr, wenn wir am Morgen aufstehen und uns nichts wehtut? Oder erachten wir es einfach als «normal», dass unser Körper nach Schweizer Uhrwerkmanier funktioniert? Wie bewusst sind wir uns, immer einen vollen Teller und ein Dach über dem Kopf zu haben? So Vieles ist für uns selbstverständlich. Aber ist es das wirklich? 

Der englische Philosoph Francis Bacon sagte einst: «Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.» Dankbarkeit ist eine Liebeserklärung an das Leben, ein Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Wenn wir uns bewusst machen, wofür wir dankbar sein können, breitet sich ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit und Freude in uns aus. Ganz gleich was wir tun oder wie es uns geht: Es gib immer Dinge, für die wir dankbar sein können. Dass wir gehen können, dass wir Freunde, Eltern oder Kinder haben, dass wir essen können – nicht selten mit viel Genuss –, dass wir sehen und hören können oder ganz einfach, dass wir leben.

Die meisten von uns halten Vieles in ihrem Leben für selbstverständlich und gehen mit materiellen und nichtmateriellen Besitztümern achtlos um. Erst, wenn wir etwas verlieren, wird uns schmerzlich bewusst, was da war, und wie dankbar wir hätten sein können, als wir es noch besassen.

Der Fokus macht es aus

Ob du denkst, du schaffst es, oder ob du denkst, du schaffst es nicht, du hast immer Recht. Dieses alte Sprichwort hat es in sich. Wir geben allem und jedem Kraft, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Indem wir dankbar sind für kleine und grosse Dinge, für Materielles und Immaterielles, richten wir unseren Fokus auf das, was da ist, statt damit zu hadern, was fehlt. In der Dankbarkeit konzentrieren wir uns auf das Positive, auf das Schöne. Neben einem Glücksgefühl in uns selber erzeugen wir damit noch viel mehr Positives. Weil wir es ausstrahlen. Und weil wir das Positive damit anziehen. Dankbarkeit ist dabei ein einfaches aber wirkungsvolles Mittel. Solange wir nicht wissen, was wir haben, fragen wir uns ständig, was uns fehlt und sind auf dem direkten Weg in die Unzufriedenheit.

Dankbarkeit verdrängt Angst

Machen wir uns bewusst, wie gut es uns geht, realisieren wir auch, wie reich wir sind. Das erzeugt Glück. Und es verdrängt die Angst. Denn wenn wir dankbar sind, können wir nicht gleichzeitig Angst haben. Es ist unmöglich, gleichzeitig dankbar und ängstlich zu sein. Das Glücksgefühl in uns steigert das Gefühl, reich zu sein. Wir verspüren mehr Lebensqualität und mehr Freude. Es lohnt sich also, Dankbarkeit als festen Bestandteil in unser Leben zu integrieren. Indem wir uns vor Auge halten, wieviel Gutes und Schönes es in unserem Leben gibt, fühlen wir unseren inneren Reichtum. Und auch wenn wir niedergeschlagen sind, dieses Vor-Auge-Führen verbessert unsere Stimmung schlagartig. Dankbarkeit führt zu innerer Harmonie und innerem Frieden. Wir können ganz einfach damit beginnen, jeden Morgen ohne Schmerzen in Dankbarkeit bewusst wahrzunehmen. 

kathinkarina

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